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Natural History Museum

  • museum
  • family
  • 4.7
  • Preis: Kostenlos (Sonderausstellungen kostenpflichtig)
  • Öffnungszeiten: täglich 10:00-17:50 Uhr
Wegbeschreibung
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Geschichte

Das Natural History Museum entstand, weil dem British Museum schlicht der Platz ausging. Dessen naturkundliche Sammlungen — Fossilien, Minerale, präparierte Tiere, botanische Exponate — waren bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts so stark gewachsen, dass eine Unterbringung unter demselben Dach wie die Antiken und Manuskripte nicht mehr praktikabel war, und man entschied sich, ihnen ein eigenes Zuhause zu geben. Architekt Alfred Waterhouse entwarf weit mehr als ein bloßes Lagergebäude: einen gewaltigen Palast im Stil der Neoromanik, verkleidet mit cremefarbener und blauer Terrakotta, dessen Fassaden von skulptierten Tieren bevölkert sind — lebende Arten westlich der Haupthalle, ausgestorbene östlich davon. 1881 öffnete es seine Türen für die Öffentlichkeit.

Dieses Gespür für Inszenierung setzt sich in der Hintze Hall fort, dem kathedralenartigen Eingangsraum, der jeden Besucher empfängt. Jahrzehntelang bildete ein Gipsabguss eines Diplodocus-Skeletts, liebevoll Dippy genannt, den Mittelpunkt; er tourte durch Museen in ganz Großbritannien und wurde zu einem der bekanntesten Dinosaurier des Landes, bevor er wieder seinen Ehrenplatz in London einnahm. 2017 wurde Dippy aus der Halle abgezogen und durch Hope ersetzt, das echte Skelett eines Blauwals, das in einer Tauchhaltung über den Köpfen der Besucher schwebt — eine Veränderung, die Besucher, die das Museum noch von früher kennen, bis heute überrascht.

Wussten Sie schon?

Jenseits der Hintze Hall beherbergt die Blue Zone eine der weltweit bedeutendsten Dinosauriersammlungen, die vollständige Fossilskelette mit animatronischen Rekonstruktionen kombiniert und bei jüngeren Besuchern nach wie vor die größte Anziehungskraft des Museums entfaltet. Weitere Säle widmen sich Mineralien und Edelsteinen, Meteoriten, die älter sind als die Erde selbst, sowie einem funktionierenden Seismografen, der still und leise reale Erdbeben aufzeichnet, wo auch immer sie gerade stattfinden — ein leicht zu übersehendes, aber tatsächlich mit aktueller Wissenschaft verknüpftes Detail.

Die Sammlung des Museums umfasst insgesamt rund 80 Millionen Exponate, von denen jeweils nur ein Bruchteil öffentlich ausgestellt ist — der Rest dient der laufenden wissenschaftlichen Forschung hinter den Kulissen, ganz so wie schon damals, als die Sammlung vor über 150 Jahren erstmals aus den Räumen des British Museum herauswuchs.

Gut zu wissen

Der Eintritt ist frei, was zusammen mit der Größe des Gebäudes und seiner universellen Anziehungskraft auf Kinder dieses Museum zu einem der meistbesuchten Londons macht, besonders an Wochenenden und in den Schulferien. Wer direkt zur Öffnung oder erst am späteren Nachmittag kommt, trifft in der Regel auf deutlich kürzere Schlangen, und in der Hochsaison lohnt es sich, vorab online ein kostenloses Zeitfenster zu buchen.

Das Museum liegt in South Kensington, in bequemer Gehdistanz zum Victoria and Albert Museum und zum Science Museum, sodass sich alle drei bei ausreichend Zeit gut zu einem museumsfokussierten Tag kombinieren lassen. Was auch immer sonst auf dem Programm steht — es lohnt sich, ein paar Minuten einfach in der Hintze Hall zu verweilen, bevor man weiter in die Säle geht: Der Raum selbst ist genauso sehenswert wie das, was er beherbergt.