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Hampton Court Palace

  • palace
  • 4.7
  • Preis: £25.30 - £29.90
  • Öffnungszeiten: 10:00-18:00 täglich (Apr-Okt), 10:00-16:30 (Nov-Mär)
Wegbeschreibung
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Geschichte

Kardinal Thomas Wolsey begann 1515 mit dem Bau von Hampton Court als Residenz, die prunkvoll genug sein sollte, um seinen Rang als Heinrichs VIII. leitender Minister und Lordkanzler widerzuspiegeln. Als er in den späten 1520er-Jahren in Ungnade fiel — vor allem, weil es ihm nicht gelang, die Annullierung von Heinrichs Ehe mit Katharina von Aragon zu erwirken — übertrug Wolsey den Palast 1529 in einem letzten, letztlich erfolglosen Versuch, den König zu besänftigen, an Heinrich; er starb im folgenden Jahr, noch bevor ihm der Prozess wegen Hochverrats gemacht werden konnte.

Heinrich baute seinen neuen Besitz großzügig aus, fügte die Great Hall hinzu und 1540 die astronomische Uhr, die bis heute den Stand der Sonne, die Mondphase und die Tierkreiszeichen über einem der Torbögen des Innenhofs anzeigt. Große Teile des Palastes bewahren noch immer den roten Backsteinprunk seines Tudor-Hofs, von den riesigen Küchen bis zu den prunkvollen Staatsgemächern.

Wussten Sie schon?

Zwei Jahrhunderte nach Heinrich beauftragten Wilhelm III. und Maria II. Christopher Wren damit, den Palast im damals modischen Barockstil zu modernisieren. Statt die alten Tudor-Gebäude vollständig abzureißen, wurde Wrens symmetrischer klassizistischer Flügel direkt an Heinrichs weitläufige Backsteinräume angefügt, und die Nahtstelle wurde nie kaschiert: Geht man von einem Innenhof zum nächsten, wechselt der Palast sichtbar von zinnenbewehrten Tudor-Türmen und Schornsteinen zu Wrens kühlem, geordnetem Mauerwerk — ein seltener Fall, in dem zwei Jahrhunderte königlichen Geschmacks nebeneinander bestehen, statt dass eines das andere verdrängt.

Die Gärten bergen eine ebenso berühmte Kuriosität: das trapezförmige Hampton Court Maze, um 1700 angelegt und das älteste erhaltene Heckenlabyrinth Großbritanniens. Seine gut 800 Meter Wege verwirren Besucher seit über drei Jahrhunderten, darunter denkwürdigerweise auch die unglücklichen Figuren aus Jerome K. Jeromes komischem Roman Drei Mann in einem Boot, die sich darin hoffnungslos und höchst amüsant verirren.

Gut zu wissen

Hampton Court Palace liegt außerhalb des Londoner Zentrums, in Richmond upon Thames, und ist am besten mit dem direkten Zug von London Waterloo zur Station Hampton Court zu erreichen, eine Fahrt von rund 35 Minuten; in den wärmeren Monaten verkehrt zudem ein malerischer Bootsservice von der Londoner Innenstadt aus.

Angesichts der Größe des Geländes — Staatsgemächer, Tudor-Küchen, Gärten und Labyrinth — lohnt es sich, einen vollen halben Tag für den Besuch einzuplanen. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit und sind im Frühjahr und Sommer länger als im Herbst und Winter, daher lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Plan vor der Anreise.